23 Feb 2020

Schneeglöckchentage 2020

Sie sind die hinreißendsten Zeichen des Frühlings. Schneeglöckchen blühen zuverlässig bereits ab Februar. Schnee und Frost können den kleinen Zwiebelblumen dann nichts mehr anhaben. Die pflegeleichten Pflanzen bilden mit der Zeit weitläufige Horste, lassen sich problemlos teilen und fühlen sich auch im Kübel auf dem Balkon wohl. Rund 800 Sorten der schönen „Milchblüte“ (Galanthus) sind derzeit bekannt.

Schneeglöckchentage - Veranstaltungen 2020

Schneeglöckchentage – Veranstaltungen 2020

Die intensivere Züchtung der Schneeglöckchen beginnt mit der Rückkehr englischer Soldaten aus dem Krimkrieg (1853-1856). Sie brachten die Zwiebeln von der Halbinsel im Schwarzen Meer mit in ihre Heimat. Die eingeführten Arten wurden mit einheimischen gekreuzt, um ungewöhnliche Formen und auffällige Zeichnungen der Blütenblätter zu erzielen. In Großbritannien hat die Leidenschaft für die zarten „snowdrops“ Tradition; viele bekannte Sorten tragen englische Namen. Im Frühjahr laden private Landsitze oder Institutionen wie der National Trust zu Events im Zeichen der Blume ein. Aber auch in anderen europäischen Ländern finden sich inzwischen zahlreiche Sammler und Liebhaber, die für besonders ausgefallene Exemplare auch weitere Wege auf sich nehmen.

Nicht nur Galanthophile machen wir gern auf zwei Veranstaltungen in Deutschland aufmerksam, bei denen die Frühblüher im Mittelpunkt stehen:

Schneeglöckchentage, Garten von Ehren, Hamburg

Am 29. Februar und 01. März 2020 treffen sich zum 11. Mal Garten- und Pflanzenliebhaber zu den Markttagen „Schneeglöckchen, Frühblüher & Kunstwerk“ in den gläsernen Gewächshäusern des Garten von Ehren in Hamburg. Die „Schneeglöckchentage“ sind Deutschlands nördlichster Treffpunkt für Galanthus-Liebhaber und Schneeglöckchen-Züchter aus dem In- und Ausland. Hier trifft man sich zum Fachsimpeln, tauscht Erfahrungen aus und entdeckt so manche Kostbarkeit.

Welcome spring – Schneeglöckchen in Gloucestershire, UK

Termin: 29. Februar 9.00-18.00 Uhr und 1. März 2020, 10.00-16.00 Uhr
Garten von Ehren, Maldfeldstr. 2, 21077 Hamburg
Schneeglöckchenfest Gut Bustedt, Westfalen

Inspiriert von der englischen und niederländischen Begeisterung für Schneeglöckchen organisiert der Freundeskreis Schneeglöckchen (Lisa und Lothar von Bargen, Veronika Wehmeier und Anja Birne) seit 2016 auch in Ostwestfalen einen Gartenmarkt rund um den Vorfrühlingsblüher. Ziel ist die Förderung der Gartenkultur und des Naturschutzes im Kreis Herford, die Vernetzung von Profis und Amateuren, der Austausch von Pflanzen und Ideen, aber auch die Förderung von Biodiversität und nachhaltigen Projekten.

Der Gartenmarkt in Hiddenhausen auf Gut Bustedt in Westfalen richtet sich an alle, die wissen wollen, wie sie ihren Garten mit Schneeglöckchen füllen können, an Einsteiger, die glauben, es gäbe nur eine Schneeglöckchensorte und an verzückte Gartenliebhaber, die in der angebotenen Pflanzenfülle Sorten entdecken, die noch in ihrer Sammlung fehlen.

Schneeglöckchentage 2020 - Hof Bustedt

Schneeglöckchenfest auf Gut Bustedt 2020

Veranstalter ist der Zweig Ostwestfalen der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur.

Termin: Samstag, 7. März 2020, 11.00-17.00 Uhr
Biologiezentrum Gut Bustedt, Gutsweg 35, 32120 Hiddenhausen
23 Jun 2016

Parkomanie – Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler

Er war eine der spannendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) – Schriftsteller, Dandy, Kosmopolit und berühmt für seine Landschaftsgärten nach englischem Vorbild. 2016 widmet die Bundeskunsthalle in Bonn dem Schöpfer der großartigen Parks von Bad Muskau, Babelsberg und Branitz eine umfassende Ausstellung.

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Muskau, Blick vom Tempel der Beharrlichkeit (Ausschnitt), aus: Hermann Fürst von Pückler-Muskau, 
Andeutungen über Landschaftsgärtnerei, 1834 © Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“

„Wer mich ganz kennen will, muss meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz.“ Pückler realisiert zeitlebens seine Leidenschaften, verwirklicht seine Ideen gegen Widerstände und unter hohen finanziellen Verlusten. 1811 übernimmt er die Standesherrschaft Muskau. Inspiriert durch eine Reise nach England, beginnt er ab 1815 mit den Veränderungen auf seinem Besitz.

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Luftaufnahme, Muskau, Blick auf das neue Schloss mit Pleasureground, 2015, Foto: Stefan Petschinka, Köln

Er setzt alles in Bewegung. Im wahrsten Sinne. Lässt ausgewachsene Bäume mit Hilfe einer „Baum-Maschine“ verpflanzen, um das Ergebnis seiner Planungen bereits zu Lebzeiten in Augenschein nehmen zu können. Schafft Mutterboden aus anderen Regionen heran, da der eigene sandige Boden für die geplanten Anpflanzungen nicht geeignet ist. Lässt Wiesen entwässern, Flüsse umleiten und sogar ein ganzes Dorf umsiedeln. Die Privilegien des Fürsten machen es möglich. Dafür sind geschaffener Park und Landschaft allen frei zugänglich. Nur der „Pleasureground“, der private Gartenbereich direkt am Haus, bleibt dem Fürstenpaar vorbehalten.

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Muskau, Blumengärten im Pleasureground (Ausschnitt), aus: Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Andeutungen über Landschaftsgärtnerei, 1834 © Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“

Ein Grundprinzip ist die Schaffung von Sichtachsen, die den Blick auf landschaftliche Höhepunkte lenken. Pückler begreift den Garten als eine „begehbare Bildergalerie“, in der alle paar Schritte eine zum Kunstwerk idealisierte Natur immer wieder Überraschendes bietet. Wasser- und Wegesysteme werden nach einem ausgeklügelten Plan angelegt, Aussichtspunkte laden zum kontemplativen Betrachten ein.

1845, nach ausgedehnten Reisen in den Orient bis in den Sudan, verkauft er Muskau, mit dessen Anlage er sich finanziell übernommen hatte, und zieht auf sein Erbschloss Branitz, dessen Park er ebenfalls nach seinen Prinzipien gestaltet. Er ist in der imposanten Seepyramide im Schlosspark beigesetzt.

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Georges François Louis Jacquemot Hermann Fürst von Pückler-Muskau um 1838 © Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Die vielschichtige Persönlichkeit erlaubt es den Kuratoren, ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen, Workshops und Konzerten anzubieten. Hinweise zu den aktuellen Veranstaltungen finden Sie hier.

Parallel ist auf dem Dach der Bundeskunsthalle eine temporäre Gartenlandschaft mit Tausenden von Pflanzen und 70 Bäumen entstanden, die die Gestaltungsprinzipien Pücklers anschaulich macht – einschließlich einer Sichtachse zum Bonner Venusberg. Herzenssache!

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Gartenansicht, 9. Mai 2016 Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

 

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Ausstellungsansicht, Foto: Simon Vogel, 2016 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Ausstellung vom 14.5. – 18.9.2016
Garten: 22.4.-18.9.2016
Montag: geschlossen
Dienstag und Mittwoch: 10.00-21.00 Uhr
Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen: 10.00-19.00 Uhr

Bundeskunsthalle
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
www.bundeskunsthalle.de

 

24 Apr 2016

Tulpenmanie 2016 – ein Wochenende auf dem Keukenhof

Ich liebe Tulpen. Ihre Farben, ihren Duft, ihre unterschiedlichen Formen. Höchstwahrscheinlich wäre ich, wie viele Zeitgenossen im 16. und 17. Jahrhundert, der Leidenschaft für die schöne Zwiebelblume hoffnungslos erlegen. 2016 steht der Keukenhof in Lisse ganz im Zeichen dieses „Goldenen Zeitalters“, das die Blütezeit der Niederlande in Seehandel, Wissenschaft und Kunst markiert.

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Keukenhof 2016

32 Hektar Gartenanlage, 15 Kilometer Parkwege, eine Mühle, Grachten, 20 Blumenschauen und 8 Themengärten. Keukenhof ist das Schaufenster der niederländischen Blumenzucht und ein Frühlingsgarten der Superlative. Die Fülle akkurat gepflegter Beete vor grünem Rasen, der Farbspiele und harmonischen Pflanzungen inspiriert. Und macht bereits nach kurzer Zeit süchtig nach mehr.

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Keukenhof 2016

Tulpen, Narzissen und Hyazinthen dominieren. Kombiniert wird mit Fritillaria, Scilla, Pulsatilla oder Anemonen.  Die Zwiebeln werden im Herbst in drei Schichten gesetzt, sodass sie zu unterschiedlichen Zeiten blühen und der Park bis in den Mai hinein einen attraktiven Anblick bietet. Besonders schön: Die Blütenpracht lässt sich auch für zu Hause erwerben. In drei Shops auf dem Gelände bestellt man per Katalog und erhält die Blumenzwiebeln ab September vom Züchter zugesandt.

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Keukenhof 2016

Die berühmte Anlage ist ein beliebtes Ziel und wie so oft, teilt man seine private Leidenschaft mit vielen Gleichgesinnten. Doch die vielfältigen Farben und spannenden Gestaltungen der sieben Millionen Frühjahrsblumenzwiebeln, die 100 niederländische Blumenzüchter, die sogenannten „Hoflieferanten“, alljährlich für den Keukenhof zur Verfügung stellen, machen immer wieder neugierig und lassen die Menge der Besucher fast vergessen.

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Keukenhof 2016

In verschiedenen Hallen, die Namen der Mitglieder der niederländischen Königsfamilie tragen, lohnt ein Besuch der Ausstellungen zu Historie und Symbolik von Blumen. 2016 informiert der Juliana Pavillon über die Geschichte der Tulpe, den „Tulpenwahn“ des 17. Jahrhunderts sowie die Verwendung der Blume in der modernen Floristik. Der Willem-Alexander Pavillon präsentiert Tausende von Tulpen. Die eigene Lieblingssorte lässt sich anhand von Pflanzschildern identifizieren.  Sie ändert sich allerdings jede Minute :-).

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Keukenhof 2016

Besonders reizvoll ist auch die Umgebung des Keukenhofs, der rund 30 Kilometer von Amsterdam entfernt in Südholland liegt. Im „Bollenstreek“, der Blumenzwiebelregion der Niederlande, in der sich viele Zuchtbetriebe befinden, lassen lange Feldstreifen von Tulpen, Narzissen und Hyazinthen immer wieder staunen. Mildes Licht, die klare Luft der nahen Nordsee und der himmlische Duft der Blumen begleiten die Fahrt durch das Anbaugebiet, die man am besten mit dem Fahrrad unternimmt. Zeer raadzaam!

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Bollenstreek / Keukenhof 2016

Öffnungszeiten und weitere Informationen
Der Keukenhof ist vom 24. März bis zum 16. Mai 2016 geöffnet
Stationsweg 166A
2161 AM Lisse

Geöffnet täglich 8.00-19.30 Uhr, die Kasse schließt um 18.00 Uhr.

Mehr Informationen finden Sie auch im Internet: www.keukenhof.nl

28 Feb 2016

„Painting the modern garden: Monet to Matisse“ in der Royal Academy

Eine wunderbare Ausstellung für Kunst- und Gartenliebhaber gleichermaßen findet derzeit in der Royal Academy of Arts in London statt. „Painting the modern garden: Monet to Matisse“ versammelt über 120 Werke aus den Jahren 1860 bis 1920.

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Claude Monet, Nympheas (Waterlilies), 1914-15 , Oil on canvas, 160.7 x 180.3 cm, Portland Art Museum, Oregon. Museum Purchase: Helen Thurston Ayer Fund, 59.16 , Photo (c) Portland Art Museum, Portland, Oregon

„Vielleicht verdanke ich es den Blumen, dass ich überhaupt Künstler geworden bin“.  Ein Zitat von Claude Monet steht der Sammlung voran, die Beispiele zeitgenössischer Vorstellungen vom „idealen Garten“ von den Impressionisten bis zu den Vorreitern der abstrakten Malerei in den Mittelpunkt stellt.

Sie zeigt u.a. Bilder von Cézanne, Renoir, Manet, Van Gogh, Kandinsky, Klimt und Klee. Allein Claude Monet ist mit 35 Kunstwerken, darunter auch das berühmte Panorama des Seerosenteichs in Giverny, vertreten. A definite must-see!

Alle Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der fantastischen Webseite der Royal Academy, dazu Videos und Interviews mit der Kuratorin Ann Dumas, die u.a. Monets Garten in Giverny sowie auch die Gärten von Emil Nolde in Seebüll und Max Liebermann am Wannsee porträtiert.

„Painting the modern garden – Monet to Matisse“: bis zum 20. April 2016
Royal Academy of Arts
Burlington House
London
W1J 0BD

18 Mai 2015

1. Lange Nacht der Bodenseegärten

Für uns Nordlichter bleibt es wohl eher ein Traum, aber für die „1. Lange Nacht der Bodenseegärten“ lohnt sich auch ein weiter Weg. Zur ersten Veranstaltung am 13. Juni 2015 öffnet eine Vielzahl bekannter Gärten, Parks und privater Refugien ihre Pforten und schafft die perfekte Kulisse für einen lauen Sommerabend …

Die Lange Nacht der Bodenseegärten

Musik, Lesungen, Märchenerzählungen und Führungen zur „blauen Stunde“ stehen auf dem Programm der 18 teilnehmenden Gärten in Deutschland und der Schweiz, die zum Netzwerk „Bodenseegärten“ gehören. Darin haben sich 2013 unter anderem so geschichtsträchtige Anlagen wie die Insel Mainau, die Klöster Reichenau und Ittingen, die Schlösser Salem und Wartegg sowie Privatgärten rund um den Untersee und im Kanton Thurgau zusammengeschlossen.

Kartause Ittingen, Lange Nacht der Bodenseegärten

Blick hinab auf die Kartause Ittingen © Kartause Ittingen

Ob „Klang und Kunst im Kreuzgarten“, Live-Jazz in der Parklandschaft, „Nächtliche Klänge zwischen Rosen“, Lampionführung, Filmprojektionen auf der Schlossmauer oder Reisegeschichten aus Nepal – die meisten Veranstaltungen an diesem Abend können nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden. Alle Informationen dazu sowie die Webseiten der offenen Gärten finden Sie hier

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Garten Böhler auf der Reichenau © Bodenseegärten

Eine weitere Lange Nacht der Bodenseegärten findet am 12. September 2015 in der Region statt.

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Insel Mainau © Achim Mende

Mehr Informationen zu Zielsetzung und Programmen der Bodenseegärten finden Sie hier. Anziehend für uns Nordländer sind sie in jedem Fall. Wir wünschen einen traumhaften Abend …

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Anwesen Epp in Allensbach © Gillian Epp

27 Mrz 2015

Deutscher Gartenbuchpreis 2015

Die schönste Lektüre für Gartenenthusiasten: Bereits zum 9. Mal zeichnete eine Jury um Robert Freiherr von Süsskind auf Schloss Dennenlohe die besten Neuerscheinungen mit dem Deutschen Gartenbuchpreis aus. Eine Auswahl für Bibliophile …

Deutscher Gartenbuchpreis 2015

Mich machen Gartenbücher glücklich. Genauso wie Gärten. Und in beiden Fällen kann ich mich nie an ihnen „sattsehen“. Sicher, der Markt für Gartenliteratur ist fast unüberschaubar, zu beinahe jedem Thema finden sich mittlerweile Praxisratgeber, inspirieren großformatige Bildbände mit atemberaubenden Aufnahmen von öffentlichen und privaten Gärten, erscheinen regelmäßig Kompendien zu Werken der Gartenkunst. Umso besser …

Mit dem Deutschen Gartenbuchpreis werden die besten Neuerscheinungen eines Jahres von einer Expertenjury ausgezeichnet. 2015 wählte sie aus über 100 Einsendungen von 38 Verlagen neun Preisträger in verschiedenen Kategorien aus. Und macht damit die Auswahl der eigenen Favoriten ein wenig leichter.

Luxus-Gaerten_3D-GewinnerDer Gewinner in der Kategorie „Bester Bildband“ heißt „Luxus Gärten“ von Ferdinand Graf Luckner (Fotos), Dr. Thomas Hagen und Bettina Hagen-Demuth (Autoren) aus dem blv Buchverlag.

Von architektonischer Strenge über reduzierten Minimalismus bis hin zu tropischem Überfluss werden in dem exklusiven Buch sieben Gärten der Superlative beschrieben – vom japanischen Garten in der Schweiz bis zu Anlagen in Cornwall.

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„Luxus Gärten“, blv Buchverlag © Ferdinand Graf von Luckner

„Jeder Garten ist wie ein offenes Buch, das eine Geschichte über seinen Besitzer, dessen Leben und seine persönliche Weltsicht erzählt.“ (aus dem Vorwort zu „Luxus Gärten“, blv Buchverlag, 2014)

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„Luxus Gärten“, blv Buchverlag © Ferdinand Graf von Luckner

Der opulente Bildband ist in einen grünen Leineneinband mit Goldaufdruck samt passendem Schuber gewandet und in einer limitierten und nummerierten Auflage von nur 2.222 Stück erhältlich. Weitere Einblicke in das herrliche Buch ermöglicht der blv Buchverlag auf seiner Webseite, bestellen kann man es ebenfalls beim Verlag.

Ungewöhnlich und faszinierend präsentiert sich das Gartenbuch „Der Goldene Grubber“ der Illustratorin Kat Menschik aus dem Berliner Galiani Verlag, das in der Kategorie „Bester Bildband“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde.

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„Der Goldene Grubber“, Galiani Verlag © Kat Menschik

Der Verlag schreibt dazu: „Ein Buch zum Gärtnern, Wundern und Staunen, für alle, die schon längst einmal wissen wollten, wie Blumensamenbomben funktionieren, ob toter Fisch einen guten Dünger abgibt, mit welchem Trick Brennesseln nicht brennen und ob tschechisches Armeeyoga tatsächlich gegen Herbstdepression hilft. Eben ein Gartenbuch der völlig anderen Art.“

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„Der Goldene Grubber“, Galiani Verlag © Kat Menschik

Mein Kommentar: Und eines, das mit seinen fantastischen Illustrationen, Texten und Typographien sehr glücklich macht!

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„Der Goldene Grubber“, Galiani Verlag © Kat Menschik

Alle Bestellinformationen zu „Der Goldene Grubber. Von großen Momenten und kleinen Niederlagen im Gartenjahr“ von Kat Menschik sowie eine ausführliche Leseprobe finden Sie hier.

Den dritten Platz in der Kategorie „Bester Bildband“ belegt eine Veröffentlichung aus dem Eugen Ulmer Verlag. Im „Sichtungsgarten Weihenstephan“ führt der Leiter der renommierten Anlage, Professor Bernd Hertle, durch die 1947 von Richard Hansen gegründeten Lehr- und Versuchsgärten in Freising, deren Schaupflanzungen Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Besuchern Anregungen für die Gartengestaltung geben sollen.

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© Christa Brand aus „Sichtungsgarten Weihenstephan“, Verlag Eugen Ulmer

Die Prämisse Richard Hansens für die Anlage des Gartens gilt bis heute: „Sichtung bedeutet Auslese der besten Züchtungen und der kulturwürdigen Arten, aber auch – unlösbar mit der Sichtung verbunden – das Erfassen des rechten Pflanzplatzes für jegliche Pflanze und damit, vor allem ökologisch betrachtet, geeigneter Partner und Nachbarn für gute Vergemeinschaftungen am Pflanzort.“ (aus dem Vorwort zu „Sichtungsgarten Weihenstephan“, Verlag Eugen Ulmer)

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© Christa Brand aus „Sichtungsgarten Weihenstephan“, Verlag Eugen Ulmer

Die wunderbaren Bilder, die die ästhetischen Kombinationen der Staudenbeete und standortgerechten Pflanzungen einfangen und dokumentieren, stammen von der Fotografin Christa Brand.

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© Christa Brand aus „Sichtungsgarten Weihenstephan“, Verlag Eugen Ulmer

Weitere Einblicke in die zweisprachige Ausgabe (deutsch/englisch) gewährt der Eugen Ulmer Verlag auf seiner Webseite. Alle bibliographischen Angaben und Bestellhinweise finden Sie hier.

Weitere Sieger in den Kategorien:

Bestes Gartengedicht:
Yolanda Del Monico, „blütenzauber – Impressionen aus meinem weißen Garten“

Bestes Buch zur Gartenprosa:
Ute Studer, „Grashüpfer liebt Taglilie“ (Jan Thorbecke Verlag)

Bestes Garten- oder Pflanzenporträt:
W. Michael Satke, „Ireland Glenkeen Garden“ (Hirmer Verlags GmbH)

Bester Ratgeber: Jonas Reif, Christian Kress, Dr. Jürgen Becker,
„Blackbox Gardening“ (Eugen Ulmer Verlag)

Bestes Buch zur Gartengeschichte:
Clemens Alexander Wimmer, „Lustwald, Beet und Rosenhügel“ (VDG Weimar)

Bester Gartenreiseführer:
Oliver Hoch, „Gärten & Parks in Brandenburg“ (L&H Verlag)

Bester Gartenkalender:
Historischer Blumenkalender aus dem Jan Thorbecke Verlag

Preis der Leserjury der Zeitschrift „Mein schöner Garten“: Sebastian Ehrl,
„Bio-Starter – Von null auf hundert zum Biogarten“ (blv Buchverlag)

Logo DGBPDer Deutsche Gartenbuchpreis wurde 2006 von Robert Freiherr von Süsskind und seiner Frau Sabine initiiert und wird seitdem jährlich gemeinsam mit der Firma STIHL ausgelobt. Traditionell findet die Verleihung auf dem fränkischen Schloss Dennenlohe, einem der größten Landschafts- und Rhododendronparks in Süddeutschland, statt. 2008 wurde hier das Bayerische Gartennetzwerk gegründet, seit 2011 ist es außerdem Sitz des Verbandes Bayerischer Parks und Gärten e.V. Mehr Informationen zu den Veranstaltungen auf Schloss Dennenlohe finden Sie hier.