Schlossherbst in Schloss Dyck

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Garpa Showroom in Jüchen bei Düsseldorf am

2‍.-3‍. Oktober und 9‍.-10‍. Ok‍tober 202‍1
jeweils von 1‍0.00–1‍8.00 U‍hr

Schlossherbst Schloss Dyck

Wahre Werte

Platz nehmen in Geborgenheit: ein Gefühl von unschätzbarem Wert.

Es gibt so viele wunderschöne Plätze dort draußen in der Welt … Sehnsuchtsorte sie alle, mit nur einem kleinen Manko. Sie liegen nicht vor unserer Tür. Ich meine: direkt vor unserer Tür.

Wie unsere Gärten. Einen Schritt hinaus und wir sind mittendrin in der selbst geschaffenen Idylle, mit der wir unser Haus, besser: unser Leben so schön in die Natur erweitern können.

Hier, in diesem grünen Wohnraum, gewinnt die Zeit an Wert und das Leben eine besondere Qualität. Denn hier sind wir ganz bei uns – allein oder gemeinsam.

Ganz oben auf der Wunschliste: Freunde einladen, grillen, kochen, zusammen am Tisch sitzen und sich mit ihnen austauschen. Tiefgründeln. Lachen. Fröhlich und vielleicht auch mal traurig zu sein, gehört nun mal zu den Schwingungen des Lebens und macht einen Teil seines Wertes aus.

Und ist dieses ausgelagerte Wohnzimmer, dem wir gleichsam das Dach weggenommen haben, um es etwa durch einen Blätterbaldachin zu ersetzen, nicht ganz besonders dazu angetan, es mit unseren Allernächsten zu teilen und zu beleben: mit unserer Familie?

Das Draußen wird dann zu einem intimen Raum für den engsten Kreis, in dem wir uns austauschen, Geheimnisse preisgeben oder auch mal für uns behalten.

Und ist es nicht weiter so, dass beim Lesen oder Nachdenken im Freien Dinge und Gedanken oft eine andere Schattierung bekommen? Ich für meinen Teil empfinde es immer wieder so. Licht- und Schattenspiel, Blätter und Strukturen, Geräusche und Stille nehmen mich gerne aus meinen Denkschleifen, um mich ein wenig später wieder darin zu entlassen.

Diese kleinen Verschiebungen helfen oft, einen anderen, einen überraschenden Gedanken zu fassen. Überhaupt: Gedankenaufsammeln. Zählt zur Kategorie der ruhigen Lebensbeiträge – einer, für den der Liegestuhl die ideale Unterlage bietet. Und wenn man zwei zueinander stellt, können wir dies auch noch im Duett machen.

Für diese Art, unsere Zeit zu gestalten, die nur uns selbst gehört, für die Kunst, dem Leben besondere Qualitäten abzugewinnen, für diese Momente haben wir unsere Möbel gemacht. Als wahre Lebensbegleiter, hoch ästhetisch bis ins Detail, verbinden sie Generationen.

Ihre Maren Köhler

Wertvolle Zeitfenster

Das Leben ist voller Lücken – und bitte verstehen Sie dies ausschließlich positiv. Denn ist es nicht so, dass sich in unserem Alltag immer wieder diese wunderbaren Zwischenräume auftun? Zeitfenster, die uns umso wertvoller erscheinen, weil sie sich von den Routinen des Tagesablaufs merkbar abheben?

Wir lieben diese Zeitlücken und verbringen sie, wann immer es möglich ist, im Garten. Der innere Gasfuß löst sich vom Pedal, man rollt aus, der Gefühlshorizont weitet sich. Und um das gelöste Bild komplett zu machen: Wie wäre es mit einer Partie Schach, um bei Vogelgezwitscher regelrecht in das Spiel zu versinken?

Es ist geradezu von meditativer Qualität, was dieses Kopfturnier alles in einem auslöst – wenn man es nicht unter Wettkampfbedingungen betreibt. Ruhe erfüllt uns, die Konzentration blendet bis auf Sonne, Wind und Grün alles Weitere wohltuend aus – auch wer gewinnt, ist dann eher zweitrangig. Wichtiger wäre vielleicht, auf welchem Mobiliar wir uns diese entspannenden Momente gönnen …

Abschalten wie aus dem Bilderbuch

Zu den wohl klassischsten und am besten dokumentierten Formen der Entspannung zählt die folgende, und sie sei aus vollster Überzeugung zur Nachahmung angeraten: Wandern Sie bei gemäßigter Gangart in Ihren Garten.

Stimmungsförderlich wären noch ein Kännchen Tee oder ein Lieblingsgetränk Ihrer Wahl. Vergessen Sie bitte nicht, anlässlich dieses Prozederes, ein Buch oder eine Lektüre ihrer Präferenz mitzunehmen. Denn sie wird sich alsbald einstellen: die Muße. Insbesondere, wenn Sie auf einer bequemen Liege Platz genommen haben. Die Chancen nun, sich unter diesen Bedingungen umfassend zu erholen, dürften bei hundert Prozent liegen. Glatt.

Denn es geschieht Folgendes: Der Alltag rückt in angenehme Ferne, Ihr Körper richtet sich in völliger Entspanntheit in den Polstern ein, der Muskeltonus verringert sich, der Blutdruck erreicht ideale Werte und lesenderweise fangen Ihre Gedanken an, frei zu wandern. Ihr Blick löst sich in lockerer Folge vom Buch, gleitet absichtslos und gedankenleicht über Blumen, Blätter und Rasen. Abschalten wie aus dem Bilderbuch.

Und sollte Sie jemand besuchen kommen, so sind die Möglichkeiten, Sie aus dieser balancierten Seelenlage zu bringen, gleich Null: Resilienz durch Ausgeglichenheit und Liege. Eine herrliche Angewohnheit.

Gelebte Familienzeit

Ein Allgemeinplatz, sicherlich. Und wie einem Poesiealbum entnommen, auch das. Aber er wird hierdurch nicht weniger wahrhaftig:

Es ist ungemein erfüllend, mit der Familie gemeinsame Zeit am Tisch zu verbringen.

Ist man schon glücklich über jede Minute, in der man sich gemeinsam im Haus aufhält, so steigert sich die Freude noch, wenn wir im Garten tafeln können. Nicht, dass die Zeit dann stehen bleiben würde, wie gerne kolportiert wird. Aber der Eindruck, dass sie langsamer voranschreitet, zeigt, wie stark unser Zeitempfinden von unseren Gefühlen geleitet wird. Kurz: Sind wir zufrieden, dehnt sich der Zeitraum. Und der freie Himmel trägt das Seine dazu bei, das Geschehen bei Tisch noch entspannter zu machen.

Jenseits dieser emotionalen Dimension leistet diese gemeinsame Zeit noch weitere wertvolle und gesellschaftsübergreifende Beiträge, vor allem für die jungen Gäste. Sie wirkt wie ein Anker im Tagesablauf und übt wichtige Kulturtechniken wie Tischsitten, Teilen, Zuhören sowie Ausredenlassen.

Und kommt es unter den Kindern zum Streit, dann lernen sie unter Anleitung der Eltern, sich auszugleichen. Auch Vorgänge wie zusammen Auftischen und Abräumen haben eine identitätsstiftende Wirkung, und dass die Geschmacksbildung gefördert wird, liegt auf der Hand.

Das Schöne ist nun, dass sich diese wichtigen Aspekte draußen im ästhetischen Gartenumfeld viel spielerischer und ungezwungener entfalten. Vielleicht trägt auch diese Offenheit ihren Teil dazu bei, dass lockerer und freier miteinander umgegangen wird?

Schließlich und endlich das Thema Kuchen. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass ein Kuchen, serviert am Gartentisch, nochmals deutlich besser schmeckt. Diese Feststellung mag zwar völlig unwissenschaftlich sein, aber zigfache Versuche haben uns zu dieser Erkenntnis gebracht. Da sieht man einmal mehr, wozu ein Garten alles in der Lage ist.

Doppeltes Glück

Gärten haben einen nicht zu unterschätzenden Wert für die doch allzu menschliche Verbindung: Geist und Körper.

Was der Geist in unserer eigenen Grünanlage zu suchen hat? Nun, populärphilosophisch gesehen ist dieses Stück Erde ein idealer Ort, um jenes beglückende Gefühl der Selbstwirksamkeit zu erfahren. Im Herbst ein Beet gestaltet, die Stauden eingepflanzt und mit Hornspänen und Kompost gedüngt – schon nimmt der Garten eine Form an, die sich im Frühjahr noch weit prächtiger darstellt. Dass dieses immens befriedigende Gefühl schon manchen Stubenhocker zum leidenschaftlichen Gärtner werden ließ, nimmt nicht wunder. Selbst Rasenmähen zeigt postwendend ein ästhetisches Ergebnis, weil sich die Blätter und Blüten der Beete nun viel besser vor der ruhigen Fläche abheben.

Der Garten ist somit die permanente Einladung (und Gelegenheit), seinen Körper zu bewegen, je nach Ambition und Rasenfläche. Wer schließlich nach mehreren Runden Federball, Fußball, Frisbee oder Herumtoben mit den Kindern in die Polster fällt, weiß erstens die Qualitäten einer guten Liege zu schätzen. Und zweitens den gelösten Blick auf das Arrangement von Blatt, Blüten und Grün: doppeltes Glück.

Mit Freunden unter freiem Himmel

Welch besonderen Wert Gemeinschaft, Freunde oder überhaupt sozialer Austausch für uns haben, welches Mehr an Lebensqualität dies bedeutet, das wurde vielen von uns durch die aktuellen Umstände einmal mehr bewusst gemacht. Es ist fürwahr überhaupt nicht kitschig, einfach mal festzuhalten, dass gemeinsame Zeit mit Freunden ein Lebenselixier ist. Eine so wichtige Wärmequelle. Da kann auch mal eine Kontroverse dazwischen kommen. Egal. Wir leben und lernen voneinander, solange wir einander zugetan und offen sind.

Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass wir in unserem Gegenüber einen verständnisvollen Spiegel brauchen. Die oder der die Dinge ohne Besserwisserei aus einem anderen Blickwinkel reflektiert und uns derart Gedanken mitgibt, die wir akzeptieren und umsetzen können. Was selbstverständlich auch vice versa gilt.

Und wo lebt sich dieses Zusammen schöner als an einem großen Tisch unter freiem Himmel. Im eigenen Garten mit all den Möglichkeiten. Wer sich bei einem Glas Wein mal kurz ausklinken will, dreht eine kleine Runde, um sich alsdann wieder mit dem Tischgespräch zu verweben. Wer seinen eigenen Gedanken nachhängen will, gönnt sich ein paar Minuten auf der Liege. Draußen bewegt und atmet es sich freier, fällt es uns leichter, den eigenen Rhythmus zu finden. Schön, wenn man darauf vorbereitet ist.

Wahre Werte zum Blättern

In unserem Journal sprechen wir über wahre Werte, schöne Momente mit der Familie und über gestaltete Lebensbereiche im Grünen.

Journal 2021