Ein Herz und eine Seele

Hunde leben im Augenblick. Dieses bezaubernde Rudel aus Bronze ist aber für eine kleine Ewigkeit geschaffen.

Hunde sind überaus bewegungsfreudige Wesen. Auch der Hamburger Bildhauerin Irina Wege tun sie selten den Gefallen, lange in einer Pose auszuharren.

Als geschulte Beobachterin hat sie allerdings die Gabe, Eindrücke im Detail zu speichern, zu ihrem innersten Wesen vorzudringen und dieses im Atelier in vollendete Formen zu fassen.

 

Cicero

Größe: B 4 x T 13,5 x H 9,5 cm
Fellfarbe: bronze
Charakter: 
aufmerksam

Cicero

Wie schon Aristo, Elea und Othello, die im vorigen Jahr sehr schnell ein Zuhause fanden, hat sie auch dieses neue Hundetrio mit typischen Körperhaltungen in Wachs modelliert, in einer limitierten Auflage von jeweils 24 Exemplaren in Bronze gießen lassen und den Rohguss aufs Feinste bearbeitet, bis die drei Individuen lebendigen, beseelten Ausdruck gewannen.

 

Artemis

Größe: B 4 x T 9 x H 9 cm
Fellfarbe: bronze
Charakter: unabhängig

Artemis

Cicero, Artemis und Rhea halten auch lange genug still, um sich ausgiebig und immer wieder beglückt betrachten und ertasten zu lassen.

 

Rhea

Größe: B 4 x T 13,5 x H 6 cm
Fellfarbe: bronze
Charakter: besonnen

Rhea

Von der Idee

zur Skulptur

Ein alter Hund, dem die Jahre ein markantes Aussehen verliehen hatten, mit seinem Herrn fiel Irina Wege eines Tages auf, als sie aus dem Fenster ihres Ateliers schaute – ein berührender Anblick, den sie zunächst in einem Linolschnitt festhielt. Seither haben sich Hunde – meist in Form von feinen, kleinen Bronzeskulpturen ­– in ihrem Werk einen festen Platz erobert.

Der künstlerische Prozess beginnt zumeist mit Skizzen oder detailliert ausgearbeiteten Zeichnungen, die einer ersten Idee zu Klarheit verhelfen. Danach beginnt das Modellieren. Für die Hunde wählt Irina Wege Wachs, da sich in diesem Material die Feinheiten einer Kleinplastik sensibler umsetzen lassen als in Ton.

Vom Original stellt die Bildhauerin eine Form aus Gips und Silikon her, mit deren Hilfe dem Ur-Hund die gewünschte Zahl an Doppelgängern zur Seite gestellt werden. Jedes Wachs-Exemplar wird überarbeitet, versäubert und nummeriert. Anschließend kommt das kleine Rudel in eine Bronzegießerei, wo die Hunde in eine Gips-Schamotte-Masse gebettet werden. Aus den fest gewordenen Formen wird in einem Brennofen über mehrere Tage hinweg das Wachs ausgeschmolzen. In den so entstandenen Hohlraum fließt schließlich die heiße Bronze. Nach dem Abkühlen kann die Schamottmasse abgeklopft werden.

Im Atelier feilt, ziseliert und färbt die Künstlerin die Rohgüsse dann, bis jeder Hund zu einem unverwechselbaren Charakter geworden ist.

Irina Wege
Bildhauerin

  • absolvierte 1989/90 ein Bildhauerpraktikum bei Hubertus Hess in Nürnberg.

  • studierte von 1990 bis 1996 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg Bildhauerei bei Prof. Wilhelm Uhlig und Prof. Tim Scott.

  • wurde 1996 zur Meisterschülerin von Prof. Tim Scott ernannt.

  • eröffnete 1997 eine eigene Werkstatt in Hamburg und ist auf zahlreichen Ausstellungen vertreten.